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Das Sprockhöveler Therapiekonzept
- Ein Kriseninterventionskonzept -
Das Therapiekonzept basiert auf den theoretischen Grundannahmen der humanistischen Psychologie, der Psychoonkologie und des Modells der Salutogenese.
D.h. im Mittelpunkt steht der Klient mit seiner subjektiven Wahrnehmung und seinem Erleben in seinem sozioökologischen Umfeld.
Das vorrangige therapeutische Ziel liegt darin, den Klienten in seiner Gesamtpersönlichkeit zu unterstützen, sein emotionales Gleichgewicht wieder zu finden und entsprechend seine eigenen Bedürfnissen, Fähigkeiten und Neigungen ein neues tragfähiges Lebenskonzept, für sein durch die chronische Erkrankung verändertes Leben, zu entwickeln.
Das Sprockhöveler Therapiekonzept lässt sich anhand von vier Prozessen verdeutlichen, wobei die im Folgenden genannten Prozesse in unterschiedlicher Gewichtung parallel ablaufen.

Die aktuelle Betrachtungsweise entsprechend der systemischen Veränderungen in einem Prozessbereich wirken wiederum auf die anderen Bereiche zurück, d. h. der Weg des Klienten wird prozessdiagnostisch verstanden.
Jeder der beschriebenen Schritte kann vor und zurückgegangen werden und unterliegt einer ständigen prozessdiagnostischen Analyse.
- Kerngedanken -
- Die Diagnose Krebs löst Lebenskrisen aus, macht schwebende Lebenskrisen
sichtbar / spürbar.
- Krisenintervention im Sinne von Krankheitsverarbeitung im Gesundungs- und Heilungsprozess ist ein individuelles und dynamisches Geschehen, dass vor allem die Entdeckung des Selbst und damit die Aktivierung der heilsamen Ressourcen supportiv begleitet.
- Der zugrunde liegende Salutogneseansatz versteht Gesundheit nicht als Abwesenheit von Erregern im weiteren Sinne, einschließlich bösartiger Zellen, sondern als aktiven und ständigen Prozess, indem sich ein lebendiger Organismus mit allgegenwärtigen Erregern (im weiteren Sinne verstanden auch als Belastungsfaktoren) auseinandersetzt und sich dadurch erst gesund erhält.
(vgl. Antonovsky / Heim / Schwarz 1998)



